Angebot für Schülerinnen und Schüler

Sichere Wege für Schulanfänger

Jedes Jahr machen sich in NRW ca. 150.000 Erstklässler auf den Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Der Weg vom Elternhaus zur Schule ist häufig die erste Abnabelung von den Eltern, der erste Weg eigenständiger Mobilität. Er ist allerdings auch mit Gefahren verbunden und sollte vor der Einschulung mehrfach gemeinsam gegangen werden. Es empfiehlt sich, einen einfachen Schulweg mindestens vier Mal, einen schwierigeren und längeren mindestens zehn Mal gemeinsam zurückzulegen. Auch sollte auf helle, reflektierende Kleidung geachtet werden. Weitere Tipps zur Vorbereitung auf den Schulweg finden Sie hier:

Tipps zur Vorbereitung auf den Schulstart

An vielen Schulen des Landes sind Schulwegepläne erhältlich, die den sichersten Weg zur Schule aufzeigen. Fragen Sie die Schulleitung nach einem Plan.

Falls Sie weitere Informationen benötigen, können Sie beim Verkehrsministerium NRW die Broschüre ’Orientierungshilfen für die Schulwegsicherung‘ herunterladen oder kostenfrei bestellen (www.mbv.nrw.de).

’Walking bus‘: Die Alternative zur täglichen Autofahrt

Die Situation ist bekannt: Eltern, die ihre Kinder sicher zur Schule bringen wollen, bringen sie mit dem Auto. Und erhöhen damit selbst die Verkehrsdichte im Schulumfeld.
Als Alternative bietet sich der ’Walking bus‘ an, eine Idee, die ursprünglich aus Großbritannien kommt. Dabei treffen sich die Kinder mit dem selben Schulweg an vorab festgelegten Punkten und laufen unter der Aufsicht von ein, zwei Eltern gemeinsam zur Schule. Im Unterschied zum Auto sind die Kinder so bereits vor dem Unterricht körperlich aktiv, schütteln an der frischen Luft die letzte Müdigkeit ab und sind somit bestens auf den Unterricht vorbereitet. Darüber hinaus lernen sie auf ihrem Schulweg, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Außerdem wird mit dem ’Walking bus‘ das Verkehrsaufkommen im Schulumfeld deutlich reduziert.

Das Schulministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium NRW eine Broschüre mit Informationen und Materialien zum Thema aufgelegt. Sie kann im Bildungsportal des Schulministeriums herunter geladen werden.

Sicher zur Schule und zurück: Schülerlotsen und Schulbusbegleitung

Seit mittlerweile 55 Jahren gibt es in Nordrhein-Westfalen Schülerlotsen. Die Erfolgsgeschichte begann im Jahre 1953, als man sich aufgrund steigender Motorisierung zur Übernahme des in anderen Ländern, wie den USA, bereits etablierten Modells entschied. Seither gab es auf Wegen, die von den Lotsen gesichert wurden, keinen nennenswerten Unfall.

Vom ersten Tag an unterstützten die Verkehrswachten die Schülerlotsen, die heute offiziell Verkehrshelfer heißen. So werden die ehrenamtlich Helfer über die Verkehrswachten mit Signalwesten und Kellen ausgestattet. Der Schülerlotsendienst selbst wird durch die Schulen eingerichtet, die Ausbildung von der Polizei durchgeführt. Schüler werden jedoch nicht nur von Schülern gelotst: Oft sind es die Eltern oder Großeltern, die den Schulweg absichern. Denn Schülerlotse kann man erst mit 13 Jahren werden und somit können an Grundschulen den Dienst nur externe Schüler oder eben die Angehörigen der Kinder versehen. In 2010 waren in Nordrhein-Westfalen daher neben den 2.254 Schüler auch 2.798 Erwachsene als Verkehrshelfer im Einsatz.
Neben den 5.052 Schülerlotsen sorgten auch 916 Schulbusbegleiter für einen sicheren Weg zur Schule. In der Summe sicherten in 2010 damit 5.968 Ehrenamtliche die Schulwege in Nordrhein-Westfalen.

Wer selbst als Schülerlotse aktiv werden will, wendet sich an die entsprechende Schule.

Fahrradhelm macht Schule

Unter dem Titel „Fahrradhelm macht Schule“ startete am 6. Mai 2010 eine bundesweite Gemeinschaftsaktion des Deutsche Verkehrswacht e.V., der Zurich Versicherung, der ABUS KG, der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung und der 3M Deutschland GmbH. Die Aktion richtet sich an alle 20.000 Grund- und Förderschulen in Deutschland. Die Initiatoren der Aktion weisen gemeinsam auf die Bedeutung des Fahrradhelms hin und möchten bereits die jüngsten Verkehrsteilnehmer und ihre Familien für das Thema sensibilisieren. Schirmherr der Aktion ist Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer.

Experten schätzen, dass bis zu 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen von Radfahrern unter anderem durch das Tragen eines Helmes vermieden werden könnten. Die Initiatoren der Aktion streben an, dass in den dritten und vierten Klassen der Grund- und Förderschulen zeitgleich zur Radverkehrsausbildung Fahrradhelme und Sicherheit Thema einer Unterrichtsstunde sind. Dazu erhielten alle 25.000 Grund- und Förderschulen in Deutschland Anfang Mai kostenloses Unterrichtsund Informationsmaterial. Begleitet wird die Aktion, die bis in den Oktober 2010 andauert, durch ein Gewinnspiel sowie eine Internetpräsenz www.fahrradhelm-macht-schule.de

Die Internetpräsenz bietet viele Hintergrundinformationen zum Thema und die Möglichkeit über den Blog oder soziale Netzwerke (z. B. Facebook, youtube oder Twitter) Meinungen, Tipps und Aktivitäten zur Aktion bekannt zu machen. Durch einen Elternbogen mit Gewinnspiel sollen laut Walter Dehn, Geschäftsführer des Verkehrswacht Medien & Service-Centers, Mütter und Väter in die Aktion „Fahrradhelm macht Schule“ einbezogen werden. 

Radfahrausbildung

Kinder, die das Radfahren erlernen, erweitern auch ihre Erlebniswelt. Auf den Wegen, die sie mit dem Fahrrad zurücklegen, geraten sie aber auch in neue, teils gefährliche Verkehrssituationen. Um darauf vorbereitet zu sein, also den Kindern entsprechende Verhaltensregeln mitzugeben, ist das Radfahrtraining unerlässlich. Wie in vielen anderen Lebensbereichen spielt die Schule dabei eine entscheidende Rolle. Hier können die Kinder im geschützten Raum Fähigkeiten und Kenntnisse erlernen, die ihnen helfen, sich zu souveränen Teilnehmern des Straßenverkehrs zu entwickeln.

Seit vielen Jahren unterstützen die Verkehrswachten Lehrkräfte, Verkehrsberater der Polizei sowie Schülerinnen und Schüler mit Materialien, die über das richtige Verhalten auf dem Zweirad informieren. So werden Lernkontrollziel-Bögen für den Radfahrunterricht von den Verkehrswachten an Schulen ausgehändigt oder bei Veranstaltungen eingesetzt. Die Herstellung der Bögen wurde zuletzt mit Hilfe der Postbank und des Landesministeriums für Bauen und Verkehr finanziert.

Neben der Ausbildung an den Schulen sind es besonders die Jugendverkehrsschulen, die sich als Anlaufstelle für Kinder etabliert haben, die das Fahrradfahren erlernen wollen. Die Schulen werden von der Landesverkehrswacht unterstützt, die sich auch im vergangenen Jahr erfolgreich um Sponsoren bemüht hat. So steuerte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GUV) in 2010 erneut Mittel bei, um die materielle Ausstattung der Jugendverkehrschulen sicherzustellen.

Daneben gilt unser besonderer Dank dem Fahrradhersteller Kalkhoff/Derby Cycle, der im vergangenen Jahr die Jugendverkehrsschulen und örtliche Verkehrswachten mit neu entwickelten Ausbildungsrädern ausstattet. Die Anzahl der an den Jugendverkehrsschulen in NRW verfügbaren Fahrrädern lag in 2010 bei 1.109. Für Kinder von weiterführenden Schulen standen darüber hinaus 421 Mofas zur Verfügung.

Die Adressen der Jugendverkehrsschule in ihrer Nähe erfragen Sie bitte bei ihrer Verkehrswacht.