Angebot für Jugendliche

Führerschein ab 17 – seit 2011 auch bundesweites möglich

Seit dem Herbst 2005 gibt es in NRW für 17-Jährige die Möglichkeit, die Führerscheinprüfung bereits vor Erreichen der Volljährigkeit abzulegen und anschließend mit einer erfahrenen Begleitperson im Auto unterwegs zu sein. Das Programm „Begleitetes Fahren ab 17“, an dem in NRW in 2009 rund 65.000 Jugendliche teil nahmen, wurde Anfang 2011 auch bundesweit eingeführt. „Das Begleitete Fahren hat eindeutig positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit“, so Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. „Deshalb machen wir jetzt aus dem Modellvorhaben ein Dauerrecht.“

Ziel von ’Begleitetes Fahren‘ ist es, durch die Anwesenheit der älteren Begleitperson die Risikobereitschaft der Jugendlichen zu begrenzen und sie für kritische Situationen im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Dass das bis 2010 begrenzte Modellprojekt bislang erfolgreich verlaufen ist, zeigen die geringen Unfallzahlen: In 2009 war in NRW nur 75 Teilnehmer in Unfälle verwickelt.

Unterstützt wird das Projekt durch die Website www.bf17.de, die von der Deutschen Verkehrswacht betrieben wird. Dort finden Jugendlich alle wichtigen Informationen zum Thema „Begleitetes Fahren ab 17“. Für Lehrkräfte und alle, die sich für die Verkehrssicherheit von Jugendlichen einsetzen, können auf der Homepage Schule-begleitet-Fahren.de Unterrichtsmaterial, Hintergrund-Infos und den gleichnamigen Leitfaden für Lehrkräfte finden.

Die Landesverkehrswacht NRW, die Verkehrswacht Medien & Service-Center GmbH, die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten sowie die Unfallkasse NRW wollen damit zum Erfolg des Projektes beitragen.

Ausführliche Infos zum Projekt finden sich auch im Bildungsportal des NRW-Schulministeriums.


 

Mofaausbildung an Schulen

Mit dem Mofa erhöht sich die Mobilität von Jugendlichen deutlich. Allerdings geht der Zugewinn an Mobilität auch mit einer höheren Gefährdung einher, da sich die Jugendlichen auch neue, bislang unbekannte Verkehrsräume erschließen. Die Mofaausbildung, die an weiterführenden Schulen sowie außerhalb der Schule stattfindet, muss daher genutzt werden, um den Jugendlichen verkehrssicheres Verhalten nahezubringen.

Im Jahr 2010 lag die Zahl der Mofakurse bei 659. Es nahmen 8.893 Jugendliche an den Kursen teil. Viele Verkehrswachten unterstützen die Schulen bei der Beschaffung, Unterbringung und Wartung der Fahrzeuge. An 18 außerschulischen Kursen nahmen 202 Schülerinnen und Schüler teil. Nach wie vor stellt die Beschaffung und Wartung der Fahrzeuge die Verkehrswachten vor Probleme. Hier muss in Zukunft stärker die Unterstützung von Institutionen oder Unternehmen gesucht werden, um das Angebot zu stabilisieren und auszuweiten.

 

 

Neuregelung  ab 1.7.2009

Ab dem 1.7.2009 wird die Mofaausbildung an den Schulen Nordrhein-Westfalens neu geregelt. In Zukunft wird die theoretische Fahrerlaubnisprüfung nicht mehr an den Schulen abgelegt. Statt der bisherigen Praxis, bei der die Schüler an ihren Schulen Prüfbögen ausfüllten konnten und bei bestandener Prüfung von den ausbildenden Lehrern ihre Fahrerlaubnis erhielten, wird die Theorieprüfung in Zukunft in einer Filiale des TÜV am PC stattfinden.

Die Schulen bleiben allerdings weiterhin für die Ausbildung zuständig. Die speziell dafür geschulten Pädagogen werden interessierte Schülerinnnen und Schüler wie gewohnt in 18 Stunden – neun für die Praxis, neun für die Theorie – auf die Prüfung vorbereitet. Nach dieser Ausbildung erhalten die Schülerinnen und Schüler eine entsprechende Bescheinigung. Mit der Ausbildungsbescheinigung, einem aktuellen Lichtbild sowie einem Ausweis können sie bei den Technischen Prüfstellen ihre Prüfung ablegen.

Die Führerscheinprüfung für alle Klassen (PKW, Motorrad,LKW, etc.) wurde bereits Anfang 2009 auf PC umgestellt. NRW gehört damit zu den ersten Bundesländern, die die neue Theorieprüfung einfürten. Von der Umstellung auf PC erhofft man sich diverse Vorteile: Da die Reihenfolge der Antworten auf die zu beantwortenden Fragen am PC durch einen Zufallsgenerator bestimmt wird, soll reines Auswendiglernen nicht mehr ausreichen. Auch können Fragen bei geänderter Gesetzeslage umgehend verändert werden. Mit der Darstellung von nur einer Frage auf dem Bildschirm werde die Konzentration der Prüflinge verbessert, so der TÜV Rheinland. Auch könne man keine Frage mehr übersehen, da man vor der Abgabe noch einmal auf offene Fragen hingewiesen wird.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten des TÜV Rheinland.