Angebot für Motorradfahrer

Ob Motorrad, Motorroller, Moped oder Mofa – motorisierte Zweiräder haben keine Knautschzone, keinen Sicherheitsgurt und keinen Airbag. Deshalb sind sie im Straßenverkehr besonderen Gefahren ausgesetzt. Im Jahr 2010 wurden 3.829 Motorradfahrer auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen bei Unfällen verletzt, 68 starben.

Alle Verkehrsteilnehmer sollten besondere Rücksicht auf Biker nehmen. Aber auch die Motorradfahrer können zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen. An erster Stelle muss hier die Einhaltung der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit genannt werden, denn Raserei ist immer noch Unfallhauptursache bei den Zweirädern. Danach folgen zu geringer Sicherheitsabstand und riskante Überholmanöver.

Da sich für das Jahr 2011 bereits eine deutliche Erhöhung der Verletzten- und Getötetenzahlen gegenüber dem Vorjahr ankündigt – bereits Ende Juli kamen mit 69 Bikern mehr als im gesamten Vorjahr zu Tode – mahnte Innenminister Ralf Jäger zu besonnener Fahrweise und riet besonders den älteren Wiedereinsteigern zu Fahrsicherheitstrainings. 25 Verkehrswachten in NRW bieten diese Trainings an. Außerdem wirbt das Innenministerium mit folgendem Kinospot für vorsichtige Fahrweise.

Urlaubsfahrt richtig vorbereiten

Mit Ferienbeginn in NRW gehen auch viele Biker mit ihren Maschinen auf Urlaubsreise. Doch bevor man allein oder in einer Gruppe aufbricht, sollte man einige Vorbereitungen treffen. Mensch und Maschine sollten körperlich und technisch fit sei, wenn es losgeht. Gut vorbereitet sind besonders diejenigen Fahrer, die vor Reiseantritt ihr fahrerisches Können durch ein Sicherheitstraining verbessert haben. Welche Verkehrswachten Motorradtrainings anbieten, kann über das Suchfunktionen (rechte Spalte) nachgesehen werden. Anbieter und Termine für ganz Deutschland sind in einer Broschüre des Instituts für Zweiradsicherheit (IfZ), Essen, aufgeführt (Motorradtraining – Termine 2013).

Vor Antritt der Reise sollte in jedem Fall die Maschine auf Herz und Nieren geprüft werden. So muss die Profiltiefe der Reifen mindestens 1,6 Millimeter aufweisen. Wenn die Reifen bereits stark abgefahren sind, sollten sie noch vor Fahrtantritt gewechselt werden.
Auch die Beladung der Maschine muss möglichst gleichmäßig verteilt werden. Dabei sollte man darauf achten, dass sich der Schwerpunkt des Motorrades nicht zu sehr nach oben verlagert. Der Reifendruck ist dem veränderten Gewicht anzupassen. Auch ist zu beachten, dass sich der Bremsweg der Maschine durch das zusätzliche Gewicht verlängert. Das IfZ empfiehlt daher, mit dem beladenen Krad einige Proberunden zu fahren, um das veränderte Fahrverhalten kennenzulernen.
Weitere Tipps rund um die Reise mit dem Motorrad hat das IfZ in einer Presse-Info veröffentlicht (’Das Abenteuer fest und sicher im Griff‘). Außerdem kann auf der IfZ-Homepage eine Checkliste für den Urlaub heruntergeladen werden. Weitere Informationen rund um die Motorradsicherheit finden Sie auf der IfZ-Homepage.